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SCHLOSS KOMORNÍ HRÁDEK

Nordwestlich vom heutigen Schloss Komorní Hrádek stand einst auf dem schroff zum Tal der Sazava abfallenden Felsausläufer die wohl gegen Ende des 13. Jahrhunderts gegründete Burg Čajchanov, deren spärliche Reste etwa 200 m vom Schloss erhalten blieben. Um das Jahr 1400 war sie in Besitz von Jan Zoul von Ostředek, der sich mit seiner Schar zu Zeiten der vorübergehenden Gefangennahme von König Wenzels des IV. durch die Herrenvereinigung am böhmischen Kleinkrieg beteiligte. Im Jahre1404 wurde die Zoul-Schar von den Truppen der Landesbereitschaft gefangen genommen und Hrádek wurde nach seiner Eroberung niedergerissen. Den Ort, an dem sie gestanden hatte, machte der Herrscher samt Gut dem Unterkämmerer Mikuláš zum Geschenk.
Im Jahre 1412 bekam der Burggraf von Výšehrad (Oberburg), Racek von Dvojice, die königliche Bewilligung zum Bau einer neuen Burg. Seine Burg wurde Veselé genannt. Racek siedelte hier bis 1416, als er als königlicher Abgesandter von den Bergknappen aus Kutná Hora umgebracht wurde. Später vermachte die Witwe von Racek ihre Rechte auf die hiesigen Güter Vilém Kostka von Postupice. Nach diesem trat dessen ältester Sohn Bohuš an, der auch die benachbarte Burg Duba erwarb. Im Jahre 1516 hielt Hrádek auch die Güter des ehemaligen Sázava-Klosters. Im Jahre 1525 erwarb Jaroslav von Šelmberk Burg Hrádek , der lange Zeit die Position des Höchsten Kämmerers im Königreich Böhmen einnahm, aus diesem Grund begann man Hrádek "Des Kämmerer Burg" (Komorní Hrádek) zu nennen.

Umfangreiche Renaissance-Umbauten und die Erweiterung des Schlosses stammen aus der Zeit der Treuhandverwaltung der Herrschaft nach Wallensteins Tod - so wurde der Ostflügel mit Haupttreppe und großem Saal errichtet, alle vier Flügel des Schlossgebäudes erreichten die Höhe von zwei Füßen, hier und da kamen auch neue Decken hinzu. Die Stirnfront bekam eine Sgrafitto-Verzierung. Ein weiterer Erbauer von Hrádek war Adam von Vladštejn, der wichtige Landesämter inne hatte (Höchster Burgvogt, Statthalter). Auf Hrádek riss er die mittelalterliche Burgmauer vor der westlichen und teilweise auch südlichen Flanke des Schlosses ab, beseitigte die Fallbrücke über den Burggraben und ließ ein neues dreiflügliges eingeschossiges Schloss mit viereckigem Turm über dem Haupteingang errichten. Den Burggraben vor der Westfront des Schlosses überspannte nun eine Steinbrücke und anstelle des südlichen zugeschütteten Burggrabens wurde ein Renaissance-Garten angelegt. Adams Sohn Jan Viktorin führte um das Jahr 1660 eine aufwendige Rekonstruktion der Innenräume des Schlosses durch. Einige Räume im Erdgeschoss wurden mit maniristischer Stuckverzierung versehen, die den höchsten Denkmalswert im hiesigen Areal präsentiert. Unter František Josef von Valdštejn, der die hiesige Herrschaft im Jahre 1713 erwarb, kam es auf Hrádek zu Umbauten im Barockstil. Im Nordflügel des alten Schlosses wurde eine große Kapelle mit Giebelfront zum Schlosshof errichtet und im Hauptflügel des neuen Schlosses wurde ein großer Saal mit erhöhtem Deckengewölbe und reicher Stuckatur eingerichtet. Auf ähnliche Weise wurden auch die sonstigen Räumlichkeiten im 1.Stock ausgestattet. So sind hier sowohl figurale Motive, als auch ornamentale Dekorelemente, Decken- und Wandmalereien zu bewundern - alles im Geist der Blütezeit des Barock.

LOKALIZACE


Typ záznamu: Zámek
AKTUALIZACE: Václav Pošmurný (TO 03) org. 2, 20.11.2005 v 13:01 hodin
















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